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Entkernung eines Gebäudes: Was wird entfernt und was bleibt bestehen?

Eine Entkernung wird häufig mit einem vollständigen Rückbau verwechselt. Tatsächlich verfolgt sie jedoch ein anderes Ziel. Während bei einem Abriss ein Gebäude vollständig entfernt wird, konzentriert sich die Entkernung auf die Entfernung der inneren Bestandteile. Die tragende Struktur bleibt dabei erhalten und bildet die Grundlage für eine spätere Modernisierung, Umnutzung oder Sanierung.

Genau deshalb stellt sich oft die Frage, welche Bauteile bei einer Entkernung erhalten bleiben. Die Antwort hängt zwar von der Bauweise und dem Zustand des Gebäudes ab, bestimmte Elemente bleiben jedoch in den meisten Fällen bestehen.

Tragende Wände und die Gebäudestruktur

Die wichtigste Grundlage einer Entkernung ist der Erhalt der tragenden Konstruktion. Außenwände, tragende Innenwände, Stützen, Pfeiler und tragende Decken bleiben in der Regel bestehen.

Diese Bauteile sorgen für die Stabilität des Gebäudes und bilden das statische Gerüst. Da die Entkernung das Gebäude nicht beseitigen, sondern für eine neue Nutzung vorbereiten soll, bleibt die grundlegende Struktur erhalten.

Besonders bei Wohnhäusern, Bürogebäuden oder Gewerbeimmobilien bildet die bestehende Tragkonstruktion häufig den wertvollsten Teil des gesamten Gebäudes.

Dachkonstruktion und wesentliche Gebäudeteile

Auch das Dach bleibt bei vielen Entkernungsmaßnahmen erhalten, sofern keine grundlegenden baulichen Veränderungen geplant sind. Dachstuhl, tragende Dachbauteile und wesentliche Teile der Gebäudehülle können weiterhin genutzt werden.

Zusätzlich bleiben oftmals Balkone, Treppenanlagen, Aufzugsschächte oder andere konstruktive Bauteile bestehen. Dadurch reduziert sich der Umfang der Arbeiten erheblich und die spätere Sanierung kann gezielt auf den Innenbereich konzentriert werden.

Welche Elemente tatsächlich erhalten bleiben, hängt dabei immer vom Zustand der vorhandenen Bausubstanz ab.

Fassade und äußere Gebäudehülle

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil vieler Entkernungen ist der Erhalt der Außenfassade. Besonders bei älteren Gebäuden besitzt die Fassade häufig einen architektonischen oder historischen Wert.

Während im Inneren Wände, Bodenaufbauten, Deckenverkleidungen und technische Installationen entfernt werden, bleibt die äußere Erscheinung des Gebäudes oft weitgehend bestehen. Dadurch lässt sich der Charakter einer Immobilie bewahren, während gleichzeitig moderne Nutzungsanforderungen umgesetzt werden.

Gerade in innerstädtischen Bereichen spielt dieser Ansatz eine wichtige Rolle.

Was während der Entkernung entfernt wird

Um zu verstehen, welche Bauteile erhalten bleiben, lohnt sich auch ein Blick auf die Elemente, die typischerweise entfernt werden. Dazu gehören nicht tragende Innenwände, Bodenbeläge, Deckenverkleidungen, Sanitäranlagen, Elektroinstallationen, Heizungsanlagen, Türen, Fenster sowie verschiedene Ausbaukomponenten.

Nach Abschluss der Arbeiten bleibt häufig eine stabile Gebäudehülle mit tragender Struktur zurück. Diese bildet die Grundlage für den anschließenden Neuaufbau und die spätere Modernisierung.

Die Frage Welche Bauteile bleiben bei einer Entkernung erhalten lässt sich daher meist mit einem klaren Grundsatz beantworten: Erhalten bleiben vor allem jene Bauteile, die für Stabilität, Tragfähigkeit und die äußere Struktur des Gebäudes verantwortlich sind. Dadurch entsteht die Möglichkeit, bestehende Bausubstanz sinnvoll weiterzuverwenden und gleichzeitig neue Nutzungskonzepte umzusetzen.

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