Messeturm, Friedrich-Ebert-Anlage 49 in 60308 Frankfurt am Main

Was wird bei einer vollständigen Entkernung alles entfernt?

Was wird bei einer vollständigen Entkernung alles entfernt ist vor allem dann eine wichtige Frage, wenn ein bestehendes Gebäude umfassend saniert oder für eine neue Nutzung vorbereitet werden soll. Bei einer Entkernung werden zahlreiche nicht tragende Bauteile, technische Installationen und Innenausbauten gezielt zurückgebaut. Je nach Projekt kann am Ende ein weitgehend freigelegter Rohbau entstehen. Welche Bestandteile tatsächlich entfernt werden, richtet sich jedoch immer nach dem Zustand des Gebäudes und dem geplanten Ergebnis.

Eine vollständige Entkernung bedeutet deshalb nicht, dass wahllos alles aus dem Gebäude herausgerissen wird. Vielmehr wird vorab definiert, welche Strukturen erhalten bleiben und welche Bestandteile für die weitere Nutzung nicht mehr benötigt werden.

Was bedeutet vollständige Entkernung?

Bei einer Entkernung bleibt die wesentliche Gebäudestruktur grundsätzlich erhalten, während große Teile des Innenausbaus zurückgebaut werden.

Das unterscheidet die Entkernung von einem vollständigen Gebäudeabriss.

Ziel kann beispielsweise sein, eine Immobilie auf eine Kernsanierung vorzubereiten oder vorhandene Räume vollständig neu zu gestalten.

Wie weit die Arbeiten gehen, kann sich von Projekt zu Projekt unterscheiden. Deshalb sollte bereits vor Beginn eindeutig festgelegt werden, welcher Zustand nach Abschluss der Entkernung erreicht werden soll.

Werden Innenwände bei einer Entkernung entfernt?

Nicht tragende Innenwände gehören zu den typischen Bauteilen, die bei einer umfassenden Entkernung entfernt werden können.

Dadurch lassen sich bestehende Raumaufteilungen auflösen und Flächen für eine neue Grundrissplanung schaffen.

Dabei muss jedoch zwischen einfachen Trennwänden und konstruktiv relevanten Bauteilen unterschieden werden.

Nicht jede Wand darf automatisch entfernt werden. Welche Wände bestehen bleiben müssen, richtet sich nach der Gebäudekonstruktion und der weiteren Planung.

Was passiert mit Bodenbelägen?

Alte Bodenbeläge werden bei einer vollständigen Entkernung häufig entfernt.

Dazu können Teppich, Laminat, Parkett, Vinyl, Fliesen oder andere Beläge gehören.

Je nach Sanierungsziel kann der Rückbau auch tiefer gehen. Unterhalb des sichtbaren Bodenbelags befinden sich möglicherweise Klebstoffe, Unterlagen, Dämmungen oder weitere Schichten.

Welche Ebenen entfernt werden, hängt davon ab, welcher Bodenaufbau anschließend hergestellt werden soll.

Gerade bei älteren Gebäuden kann ein Fußboden aus mehreren übereinanderliegenden Schichten bestehen, die während früherer Renovierungen entstanden sind.

Werden Deckenverkleidungen ebenfalls zurückgebaut?

Abgehängte Decken und dekorative Deckenverkleidungen können ebenfalls Bestandteil der Entkernung sein.

Hinter ihnen befinden sich häufig technische Installationen, Kabel oder andere Gebäudeelemente.

Durch den Rückbau werden diese Bereiche zugänglich und können anschließend entsprechend der neuen Planung bearbeitet werden.

Die eigentliche tragende Deckenkonstruktion ist davon zu unterscheiden. Bei einer klassischen Entkernung steht normalerweise der Ausbau nicht tragender und nicht mehr benötigter Elemente im Vordergrund.

Was passiert mit alten Küchen?

Eine vorhandene Küche kann vollständig ausgebaut werden.

Dabei werden nicht nur Schränke und Arbeitsplatten entfernt. Auch Einbaugeräte, Spülen und weitere Küchenelemente können zurückgebaut werden.

Nach dem Ausbau bleibt ein Raum zurück, der anschließend für eine neue Küche oder eine vollkommen andere Nutzung vorbereitet werden kann.

Gerade bei Immobilien, deren Grundriss vollständig verändert werden soll, kann dieser Schritt Teil einer umfangreichen Innenentkernung sein.

Werden Badezimmer komplett entfernt?

Auch Badezimmer können bis auf die für das Projekt vorgesehenen Grundstrukturen zurückgebaut werden.

Sanitärobjekte wie Waschbecken, WC, Dusche oder Badewanne werden entfernt. Fliesen, Verkleidungen und Einbaumöbel können ebenfalls Bestandteil der Arbeiten sein.

Je nach Sanierungsumfang werden anschließend weitere vorhandene Installationen zugänglich.

Dadurch kann ein Badezimmer später vollständig neu aufgebaut und an moderne Anforderungen angepasst werden.

Was geschieht mit Türen und Türzargen?

Bei einer umfassenden Entkernung können auch Innentüren und die dazugehörigen Zargen entfernt werden.

Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn die Raumaufteilung verändert oder sämtliche Innenausbauelemente erneuert werden sollen.

Auch alte Einbauschränke, Wandverkleidungen und andere fest mit dem Innenraum verbundene Elemente können zum Rückbauumfang gehören.

Fenster und Außentüren werden dagegen abhängig vom Sanierungskonzept gesondert betrachtet.

Werden Elektroinstallationen entfernt?

Bei umfassenden Sanierungen kann auch die bestehende Elektroinstallation erneuert werden.

Alte Leitungen, Steckdosen, Schalter, Unterverteilungen oder weitere Installationsbestandteile können entsprechend der Planung zurückgebaut werden.

Gerade bei älteren Gebäuden entspricht die vorhandene technische Ausstattung möglicherweise nicht mehr dem zukünftigen Nutzungskonzept.

Nach dem Rückbau können neue Installationen anschließend passend zur geplanten Raumaufteilung und Gebäudenutzung hergestellt werden.

Was passiert mit Heizungs und Sanitärinstallationen?

Auch technische Installationen können Bestandteil einer vollständigen Entkernung sein.

Dazu können beispielsweise Heizkörper, Rohrleitungen oder nicht mehr benötigte Sanitärinstallationen gehören.

Welche Bestandteile tatsächlich ausgebaut werden, hängt davon ab, ob vorhandene Systeme weiterverwendet oder vollständig erneuert werden sollen.

Bei einer Kernsanierung bietet die Entkernung die Möglichkeit, alte Gebäudetechnik zugänglich zu machen und für eine umfassende Modernisierung vorzubereiten.

Werden Dämmungen bei einer Entkernung entfernt?

Dämmmaterialien können ebenfalls entfernt werden, wenn sie Bestandteil des vorgesehenen Sanierungsumfangs sind.

Das kann beispielsweise Dämmung in bestimmten Innenkonstruktionen, Deckenbereichen oder anderen zugänglichen Bauteilen betreffen.

Ob eine vorhandene Dämmung erhalten oder ausgebaut wird, richtet sich nach ihrem Zustand, ihrer Konstruktion und dem geplanten energetischen beziehungsweise baulichen Konzept.

Was passiert mit Treppen?

Treppen nehmen bei einer Entkernung eine besondere Stellung ein.

Ob sie erhalten oder zurückgebaut werden, hängt stark von der Konstruktion und dem Sanierungsziel ab.

Eine massive Betontreppe kann beispielsweise Bestandteil der dauerhaft erhaltenen Gebäudestruktur sein. Andere Treppenkonstruktionen können im Rahmen einer umfassenden Umgestaltung ersetzt werden.

Deshalb lässt sich nicht pauschal sagen, dass bei einer vollständigen Entkernung grundsätzlich jede Treppe entfernt wird.

Was bleibt nach einer vollständigen Entkernung übrig?

Das Ergebnis kann vereinfacht als weitgehend freigelegter Gebäudekern beschrieben werden.

Je nach Projekt bleiben beispielsweise tragende Wände, Geschossdecken, Stützen, Teile der Dachkonstruktion und weitere für den Erhalt vorgesehene Bauteile bestehen.

Innenausbau, alte Oberflächen und nicht mehr benötigte technische Installationen sind dagegen weitgehend entfernt.

Dadurch wird die vorhandene Bausubstanz deutlich sichtbar.

Dieser Zustand schafft eine Ausgangsbasis für die anschließende Sanierung und den Neuaufbau des Innenbereichs.

Warum werden Materialien während der Entkernung getrennt?

Bei einer vollständigen Entkernung entstehen sehr unterschiedliche Materialarten.

Holz, Metall, Glas, mineralische Baustoffe, Bodenbeläge und andere Materialien sollten nicht unnötig miteinander vermischt werden.

Durch einen kontrollierten Ausbau können verschiedene Materialgruppen bereits während der Arbeiten getrennt erfasst werden.

Das erleichtert die weitere Sortierung, Verwertung beziehungsweise fachgerechte Entsorgung.

Entkernung bedeutet daher nicht nur das Entfernen alter Bauteile. Auch der kontrollierte Umgang mit den dabei entstehenden Materialien gehört zum Arbeitsablauf.

Wann ist die Entkernung abgeschlossen?

Eine vollständige Entkernung ist abgeschlossen, wenn der zuvor definierte Zielzustand erreicht wurde.

Genau deshalb ist der Begriff „vollständig“ immer im Zusammenhang mit dem jeweiligen Projekt zu verstehen.

Bei einer Immobilie sollen möglicherweise sämtliche Innenausbauten und technischen Anlagen erneuert werden. Bei einem anderen Gebäude können bestimmte Installationen oder Konstruktionen bewusst erhalten bleiben.

Entscheidend ist daher nicht, dass möglichst viel entfernt wird. Entscheidend ist, dass genau die Bestandteile zurückgebaut werden, die für die geplante Sanierung oder neue Nutzung nicht mehr benötigt werden.

Häufig gestellte Fragen

Werden bei einer vollständigen Entkernung alle Wände entfernt?

Nein. Nicht tragende Innenwände können je nach Planung zurückgebaut werden. Tragende und andere konstruktiv relevante Bauteile werden gesondert betrachtet und bleiben bei einer klassischen Entkernung entsprechend dem geplanten Gebäudekonzept erhalten.

Werden Fenster bei einer Entkernung ausgebaut?

Das hängt vom Sanierungsumfang ab. Sollen vorhandene Fenster weitergenutzt werden, können sie erhalten bleiben. Ist ein vollständiger Austausch vorgesehen, kann ihr Ausbau ebenfalls Bestandteil des Projekts sein.

Wird bei einer Entkernung auch die alte Elektrik entfernt?

Wenn die Elektroinstallation vollständig erneuert werden soll, können alte Leitungen, Schalter, Steckdosen und weitere Komponenten entsprechend der Planung zurückgebaut werden.

Was ist der Unterschied zwischen Entkernung und Gebäudeabriss?

Bei einer Entkernung bleibt die für das Projekt vorgesehene Gebäudestruktur bestehen, während große Teile des Innenausbaus entfernt werden. Bei einem vollständigen Gebäudeabriss wird dagegen das Bauwerk selbst zurückgebaut.

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